Violetta Dalla Monta

Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage

Ist eine physikalisch therapeutische Methode, die sich auch als ergänzende Massnahme in einer komplexen Schmerztherapie anbietet. Sie hilft das entzündungsbedingte Ödem mit den Entzündungsmediatoren abzutransportieren und senkt den interstitiellen Druck ab. Über die taktilen Reize auf der Haut kommt es zu einer Schmerzhemmung, und die parasympathikotone Wirkung der manuellen Lymphdrainage führt zu einer Beruhigung des Patienten.

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine Behandlungsmethode mit der, nicht wie bei der klassischen Massage der Skelettmuskel, Band- und Sehnenstrukturen durchgearbeitet werden, sondern alle Gewebestrukturen unter Berücksichtigung der speziellen vaskulären Situation entstauend behandelt werden.

Manuelle Lymphdrainage ist eine sehr leichte, also immer nur mit geringem Druck durchgeführte "Streichelmassage".Der immer kreisförmig durchgeführte Handgriff der Manuellen Lymphdrainage nimmt in Lymphabflussrichtung an Druckstärke zu und nimmt dann wieder ab. Ohne über die Haut zu rutschen, wird das Gewebe im Rahmen seiner Verschieblichkeit verformt.
Die Druckintensität variiert und muss der Ödemform und der Schmerzintensität angepasst werden. Die zentralgelegenen Regionalen Lymphknoten müssen vor den peripher gelegenen Geweben behandelt werden, um den " Abfluss " frei zu machen.

Bei der manuellen Lymphdrainage handelt es sich um eine spezielle Massagetechnik, mit der Lymphstauungen im Gewebe beseitigt werden können.

Das Lymphgefässsystem des Körpers hat die Aufgabe, die Flüssigkeit ( Lymphe ) aus dem Gewebe aufzunehmen und in die Blutgefässe abzuleiten. Eine gestörte Funktionsfähigkeit dieses Drainagesystems zum Beispiel infolge von Verletzungen oder nach Operationen kann zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen führen. Als Folge davon können Schwellungen ( Ödeme ) entstehen. Die Manuelle Lymphdrainage ist eine entstauende Massnahme, mit deren Hilfe die Motorik der Lymphgefässe angeregt und damit der Abtransport überschüssiger Gewebsflüssigkeit erleichtert werden soll. Darüber hinaus hat die Lymphdrainage eine stark entspannende und beruhigende Wirkung und sie regt das Immunsystem an.

Indikationen manuelle Lymphdrainage (Med. Mass.):

  • primiäre Lymphödeme ( Fehlanlagen im Lymphgefässsystem ),
  • sekundäre Lymphödeme ( z.B. aufgrund operativer Eingriffe, Bestrahlung )
  • Postoperatives und Posttraumatisches Ödem ( Ödeme nach Operationen und nach Verletzungen ),
  • Ödeme aufgrund venöser Abflussstörung ( geschwollene, schwere Beine ),
  • Ödeme nach Sportverletzungen ( Schwellung, Zerrung ),
  • Zustand nach Hüftgelenk Operationen (HG- TEP) und Kniegelenkoperationen (KG- TEP),
  • Zustand nach Schulteroperationen,
  • Schleudertrauma,
  • Kopfweh / Migräne,
  • Abwährschwäche / Infektanfälligkeit,
  • Rheumatische Erkrankungen,
  • Chronische Polyarthritis,
  • Morbus Sudeck ( CRPS ) Stadium 1+2,
  • Sklerodermie,
  • Multiple Sklerose ( MS ),
  • Phlebolymphostatisches Ödem ( CVI Stadium 2+3 ),
  • Lymphostatische Enzephalopathie,
  • Lymphostatische Enteropathie,
  • Phlebolymphostatisches Ödem,
  • Phlebo- Lipo- Lymphödem,
  • Zyklisch idiopatische Ödem,
  • Lymphödem,
  • Lipödem,
  • Lipo- Lymphödem